Teil des Strangs: Eigenname

Staatseigene Franchises

Wer ist verantwortlich für die Taten eines Franchise — wenn sich herausstellt, dass dieses Franchise staatseigen ist?

Von Abraham Hdru ·1. Juni 2026

Drohung: Ich bin gegangen und habe meinen Namen zurückerobert!

Wer ist verantwortlich für die Tat eines Franchise, wenn besagtes Franchise staatseigen ist?

Ich muss vage bleiben, denn mein Anwalt sagte, alles, was ich sage, könnte vor Gericht gegen mich verwendet werden.

Kontext: Ich habe die letzten 3 Jahre in einem solchen besagten Franchise gearbeitet, an einem Ort weit, weit, weit weg.

Das Franchise ist eine weltweit bekannte Marke, von der ich erst später erfuhr, dass sie in Wahrheit ein staatseigenes Unternehmen ist.

In den letzten Monaten deckte ich ernsthaft diskriminierendes Verhalten gegenüber Frauen und Minderheiten auf — und hatte das Gefühl, es gäbe keinen Weg, diese Missstände anzusprechen, ohne bestraft zu werden.

Also kündigte ich und ging. Doch die Oberherren dieses Mikro-Königreichs mochten den Gedanken nicht, dass ein schwarzer Mann aus eigenem Antrieb geht, um frei zu sein.

Zuerst nahmen sie meine digitale Kündigung nicht an und zwangen mich, in dieses Königreich zurückzukehren, um sie persönlich einzureichen. Ich hatte bereits ein ungutes Gefühl, dass etwas im Gange war.

Also gab ich mir 7 Minuten, um das Gebäude zu betreten und wieder zu verlassen — zu meiner eigenen Sicherheit. Doch als ich ankam, bemerkte ich, dass sie das Schloss meines Spinds ausgetauscht hatten, in dem meine Kleidung und meine Schuhe lagen. Zuerst dachte ich, es sei ein Versehen, aber dann fand ich einen Weg, ihn zu öffnen. Und zu meiner Überraschung fand ich mein eigenes Schloss in meinem Spind.

Wolltet ihr mich damit einschüchtern? Nun, es hat nicht funktioniert — denn ich komme aus Blut.

Also verließ ich die Stadt und das Königreich und begann, meine Missstände in einem Blog zu teilen.

Zu meiner Überraschung rief der lahme McDonald’s-Filialleiter die Polizei auf einen unschuldigen schwarzen Mann. Die Polizei ermittelt gegen mich, weil ich meinen früheren Arbeitgeber bedroht haben soll. Wofür? Dafür, dass ich meine Meinung sage? Oder dafür, dass ich schwarz bin?

Zurück zum Anfang der Geschichte. Wer sollte verantwortlich sein — jener Franchise-Eigentümer, der irgendwo in Hamburg sitzt? Oder vielmehr der Staat, der von der Ausbeutung der Arbeit und der Diskriminierung schutzbedürftiger Arbeitskräfte profitiert?

Ich stelle euch diese Frage, liebe Leser, denn ich weiß es nicht.

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