Ich habe das Vertrauen in die Polizei verloren! Innerhalb von zwei Wochen haben weiße Menschen die Polizei auf mich gerufen — dafür, dass ich rede, und dafür, dass ich ich bin. Und jedes Mal ermittelt die Polizei in diesen Angelegenheiten, als wären sie schwere Verstöße gegen die Freiheit weißer Menschen. Es tut mir leid — was habe ich getan? Sagt es mir.
Schwarze Menschen hatten schon immer ein ambivalentes Verhältnis zur Polizei, denn historisch wurde der Stock des Staates — oder des Unterdrückers — benutzt, um die Stimmen so vieler vor mir zum Schweigen zu bringen. Daher stelle ich die Frage: Kann sich etwas, das so tief in der DNA einer Institution verankert ist, so lange selbst reproduzieren, bis es zur Norm wird?
Ich kann euch nicht zu viele Einzelheiten über die konkreten Fälle nennen, denn sie sind noch offen — sie werden noch von eben jenen Institutionen untersucht. Dennoch kann ich das Bild zeichnen, damit ihr, liebe Leser, versteht, was es heute bedeutet, ein schwarzer Mensch in diesem Land zu sein.
Die Gemeinsamkeit beider Fälle war diese: Ein weißer Mann fühlte sich von einem schwarzen Mann eingeschüchtert. Also stelle ich die Frage:
Habt ihr Angst vom Schwarzen Mann?
In beiden Situationen tat ich das Einzige, was ich gut kann: Ich sagte meine Meinung. Im ersten Fall tat ich es online, im zweiten persönlich.
Und was mir in diesen Torturen klar wurde, ist: Den Institutionen, denen wir diese Verantwortung übertragen, fehlt es an Empathie!
Polizei — ich rede direkt mit euch.
Wenn ihr mit sechs Leuten zu einer Situation auftaucht, die ihr nicht deeskalieren wollt, dann eskaliert ihr durch eure bloße Anwesenheit bereits!
Und so habe ich das Vertrauen in jene Institution verloren, die uns eigentlich schützen sollte. Das nächste Mal, wenn ich die Polizei rufen muss, werde ich euch nicht rufen — denn ihr seid das Problem.